Expedition Teil 1: exzellente Wissensorganisation

22. Dezember 2010 | 1 Kommentar  

Die Initiative Exzellente Wissensorganisation hat sich zum Ziel gesetzt, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) durch konkrete Lösungen aus der Praxis anzuregen, sich intensiver mit den Themen Wissen und Wissensmanagement auseinanderzusetzen.

Von den als wissensexzellent ausgezeichneten Unternehmen waren unter anderem Team Steffen AG und leguan gmbh bei der Podiumsdiskussion der Expedition Unternehmen vertreten, die Christian Keller und Christian Kastrup von CK2 – Beratung für Wissensmanagement, moderierten.

Die Präsentation zu den „Exzellenten Wissensorganisationen“ steht hier als Download zur Verfügung.

 

Rolf Steffen, Team Steffen AG

Christine Rogge, Leiterin der Abteilung Marketing, Communications & CRM der T-Systems Multimedia Solutions, besuchte die Team Steffen AG zum so genannten „Zahlen Daten Fakten – Frühstück“. Ihre Eindrücke zeigte sie den Expeditions-Teilnehmern im Video-Trailer.

Das „Zahlen Daten Fakten – Frühstück“ ist bereits Tradition seit die Team Steffen AG 1983 gegründet wurde. Schon damals wurde besprochen, was aktuell ansteht, seien es Aufträge oder Umsatz und Gewinn. Ziel ist es, die Mitarbeiter zu informieren: „Alle Mitarbeiter werden permanent, offen und umfassend über die Unternehmensentwicklung informiert. Diese Informationen umfassen die strategische Ausrichtung und die betriebswirtschaftliche Situation“.

Besonderheiten bei der Team Steffen AG:

  • leistungs- und erfolgsorientierte Gewinnbeteiligung „LEO“: Diese ist gestaffelt nach der Verantwortung des jeweiligen Mitarbeiters.
  • Wissenstransfer in Partnernetzwerken: Die Team Steffen AG ist nicht nur in Kollegennetzwerken, sondern auch branchenübergreifend in Netzwerken engagiert.
  • Kunden: zuletzt fand eine umfangreiche Kundenbefragung statt um herauszufinden: „Was erwarten die Kunden von uns?“

„Die Potenziale in den Unternehmen sind gigantisch – wir müssen diese Potenziale heben!“ Rolf Steffen nennt im Interview mit Christine Rogge Mitarbeiter den einzigen wirklichen Wert eines Unternehmens. Dieses Wissen der Mitarbeiter sei das einzige, was man wirklich verkaufen und mehren könne!

 

Ralf Peschel, Geschäftsführer leguan gmbh

leguan ist ein ökologisch ausgerichtetes Planungsbüro – der Firmenname steht für „Landschaftsökologie, Entwicklung, Gestaltung, Umweltschutz, Artenschutz und Naturschutz“. Das 1990 gegründete Unternehmen arbeitet seit 2003 fast ausschließlich web-basiert.

Ralf Peschel, Gründer und Geschäftsführer der leguan gmbh, war der Expedition Unternehmen per Skype zugeschaltet. Er berichtete vom Alltag eines virtuellen Unternehmens und der Zusammenarbeit der Mitarbeiter via Internet. Die leguan gmbh verfolgt dabei unter anderem die Ziele, die Arbeit an den Bedürfnissen der Mitarbeiter auszurichten und die Arbeit zum Menschen bringen und nicht den Menschen zur Arbeit.

Virtuelle Unternehmen wie die leguan gmbh brauchen dabei ein konsequentes Wissensmanagement, da Mitarbeiter nicht mehr jederzeit vor Ort sein können. Ein straffes Qualitätsmanagementsystem ist zwingend notwendig. Dies veranschaulichte Peschel anhand eines Praxisbeispiels: der Wissensmanagement –Datenbank der leguan gmbh.

 

Dr. Iris Oltman, Synergie Vertriebsdienstleistung GmbH

Anschließend berichtete Dr. Iris Oltman von der Synergie VertriebsDienstleistung GmbH über ein Praxisprojekt zum Wissens- und Erfahrungsmanagement. Dr. Oltman ist Projektleiterin des „Center of Experience“.

Das Projekt entstand aus dem Gedanken heraus, dass viele Erfahrungsträger in den kommenden Jahren die Unternehmen verlassen werden, also war Handeln angesagt! Erfahrungssicherung sollte dabei den gleichen Stellenwert erhalten wie Wissensmanagement.

Im „Center of Experience“ stellte man daraufhin fest, dass es sich auch positiv auf die gesamte Unternehmenskultur auswirkt, wenn man nach den Erfahrungen der Mitarbeiter fragt. Bei der Expedition Unternehmen kam in der darauf folgenden Diskussion die Frage nach Qualitätssicherung und Verantwortung auf. Das Fazit der Expeditionsteilnehmer lautete: auch beim Erfahrungsmanagement sind die Rahmenbedingungen wichtig!

Ein Kommentar zu “Expedition Teil 1: exzellente Wissensorganisation”

  1. RalfLippold am 28. Februar 2011 11:23

    Manchmal reicht es auch alle Daten (notwendigen) offenzulegen, wie dies beim Aufbau des BMW Werk Leipzig geschah. Damals gab es keine Abteilungsgrenzen (bis auf Controlling, HR war alles für alle am Werksaufbau Beteiligten einsehbar).

    Erst dadurch wurde ein kollaboratives Arbeiten möglich und ein Auffinden neuer Möglichkeiten und Lösungen.

    Immer noch sehr dankbar, in diesem Prozess aktiv eingebunden gewesen zu sein, insbesondere mit meiner vorherigen Erfahrung als Krisenmanager (Hochwasser) und Projektmanager (Terminalaufbau bei BASF, Ludwigshafen).

    Wie sehen die Beispiele bei Ihnen aus?

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