Expedition Teil 3: 7x7x7

11. Januar 2011 | Keine Kommentare  

Der Herausforderungen, Erfahrungsetappen in 7 Minuten zu präsentieren, stellten sich Dr. Friedhelm Rudorf, Victor Gotwald, Gerd Pütz, Nina Trobisch und Rolf Steffen.

 

Dr. Friedhelm Rudorf, DIHK-Bildungs-GmbH

Dr. Friedhelm Rudorf, Geschäftsführer der DIHK-Bildungs-GmbH stellte drei Thesen in den Mittelpunkt der Diskussion. „Die neuen Medien machen uns klüger“ lautete sein erstes Statement – „Dass man weiß, wie es geht, zeugt von Klugheit“ darf dabei nicht vergessen werden. Nicht zuletzt lebt eine Organisation von klugen Köpfen, denn „Organisationen sind klug, wenn sie sich wie kluge Köpfe verhalten und…

  • dezentral vernetzen und dabei alle Areale einbeziehen
  • neugierig sind und so neue Wege entdecken,
  • keinen Stillstand und Routine dulden,
  • ständig dazulernen, indem sie bemerken, was draußen vor sich geht.“

 

Victor Gotwald, Heidelberger Druckmaschinen

Anschließend zeigte Victor Gotwald, Personalentwickler bei der Heidelberger Druckmaschinen AG, anhand eines Misserfolgskreislaufs, welche Probleme neue technische Lösung für das Unternehmen mit sich bringen können. Oftmals werden neue Methoden und Modelle nicht nachhaltig eingeführt und zudem Veränderungen nicht glaubwürdig an alle Mitarbeiter kommuniziert.
Dies kann zu gemeinsamen Misserfolgen führen, die sich negativ auf (Selbst-)Vertrauen, Zusammenhalt und Motivation innerhalb eines Unternehmens auswirken und zudem ein erhöhtes Kontrollbedürfnis auslösen, so Gotwald.
Bei der Implementierung neuer Technologien sollten alle Mitarbeiter über Veränderungen in Kenntnis gesetzt und der Nutzen neuer Lösungen klar kommuniziert werden – denn das passende System ist immer auch auf das Know-How der Mitarbeiter angewiesen.

 

Gerd Pütz, Agenda Consult GmbH

„One face to the customer“ – so die Maxime von Gerd Pütz, Geschäftsführer der Agenda Consult GmbH. Zu einer kundenorientierten Unternehmenskultur gehört für ihn auch das einheitliche Agieren an der Kundenschnittstelle – was nicht immer ohne Probleme umsetzbar ist. Oftmals haben einzelne Funktionsbereiche in Unternehmen entsprechend „systemeigene“ Interessen, die einen einheitlichen Auftritt beim Kunden erschweren. Im Rahmen dieser Problematik erläutert Gerd Pütz mögliche Herangehensweisen für erfolgreiche Kommunikation mit dem Kunden. Dabei sollte sowohl Interesse als auch die Rolle eines jeden Funktionsbereichs innerhalb des Unternehmens klar definiert sein. In einem angemessenen Dialog auf Augenhöhe zwischen den Mitgliedern sollte gemeinsam an der Optimierung des Kundenauftritts gearbeitet werden.

 

Nina Trobisch, Universität der Künste Berlin

Nina Trobisch brachte die Herausforderungen moderner Unternehmensführung in Zusammenhang mit dem antiken Heldenmythos. Die These: Heldensagen können als Best Practices für herausfordernde Wachstums- und Veränderungsprozesse in Unternehmen interpretiert werden.
So ähnelt die Heldensage der Expedition Unternehmen: mit dem Aufbruch wird die Schwelle zu einer unbekannten Welt überschritten und nach Prüfungen im Land der Abenteuer tritt der Held die Rückkehr an.
Der rote Faden der Ariadne half einmal dem Helden Theseus, das Land vom Minotauros zu befreien und lebend aus dem Labyrinth zurückzufinden. Nina Trobisch schlägt vor, den roten Faden der kollektiven kreativen Klugheit zu nutzen, um für heute die Kompetenz zu erwerben, mit Unsicherheit, Ambivalenz und Unwägbarkeit umzugehen.

 

Rolf Steffen, Team Steffen AG: Initiative für mehr Wertschätzung

„Mit Lob, Anerkennung und Wertschätzung sind manche Menschen geiziger als mit Geld“
Mit diesem Zitat von Hermann Lahm stellte Rolf Steffen von der Team Steffen AG die Initiative für mehr Wertschätzung vor.
Die Initiative für mehr Wertschätzung ist eine Kampagne, die ins Gedächtnis rufen soll, wie wichtig es ist, positive Gefühle zuzulassen und nach außen zu tragen. Als Unterstützung dazu bietet die Initiative so genannte Wertschätzungskärtchen an. Auch als e-Cards sind die kleinen Kärtchen mit der Aufschrift „Ich mag an Dir…“ erhältlich.
In jedem Fall muss man gut darüber nachdenken, wie man formuliert, was man an anderen schätzt. Dabei spielt die Zeit – vielleicht unser wichtigstes Gut, so Rolf Steffen – eine große Rolle.
Die Initiative für mehr Wertschätzung bietet diese Aktion auch in Schulen an, wenn ein lokaler Sponsor dies unterstützt, was bisher erfolgreich umgesetzt werden konnte.

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